Vom Atlantik zum Pazifik

Nachdem wir jetzt fast 19 Monate (und so ungefähr 12000 Nautikel Milen) im Atlantik verbracht haben, geht’s voraussichtlich am Freitag, den 22.11.19 durch den Panamakanal zum Pazifik. Unsere Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen, was bedeutet, dass unsere Artemis schon am Montag vermessen wurde – jedes Schiff dass durch den Panamakanal fährt muss einmal in seinem “Leben” hier vermessen werden, dann bekommt man eine Nummer und die gilt “Lebenslänglich”. Ja bisher war sie “nur” im Atlantik unterwegs und jetzt geht’s auch für Sie in neue Gewässer.⛵⛵

Auf dem Weg nach Colon

Wir haben unsere zusätzliche Besatzung – drei weitere Personen, die als “Seilführer” fungieren engagiert, was zum Glück nicht schwierig war, denn unsere schwedischen Freunde von Bengt (Schiffsname) Elisabeth und Wim sowie Tobias von Maja auch ein deutscher Freund helfen uns. Fürs leibliche Wohl haben wir zu sorgen (was bedeutet dass wir gestern nochmal richtig einkaufen waren, damit keiner Hungern muss oder verdurstet😂😂😂) und ehrlich gesagt bin ich schon total neugierig und aufgeregt wie alles abläuft, wie lange es dauert und wie der Berater ist (weil wir so klein sind bekommen wir nur einen Berater und der Kapitän bleibt im Kommando). Damit wir noch besser Bescheid wissen dachten wir, radeln wir zum Besucher Zentrum des Panamakanal und schauen uns das doch genau an. Pustekuchen😠😠😠 denn mit dem Fahrrad waren wir ganz illegal dort – Fahrradfahren ist hier verboten und viel zu gefährlich – und wir durften nicht mal rein denn dazu hätten wir ja unsere Fahrräder irgendwo abstellen müssen .😠😠😠😠 Naja also dann werden wir eben ohne besondere Kenntnisse durch fahren, aber so hatten wir wenigstens eine Radtour in Panama mit 52 km und 450 Höhenmetern – dank der Brücke.😲😆😆 Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es war.

Unsere Radel-Tour findest Du hier.

Panama jungle life

Here in Port Linton (Panama) we are anchored on the edge of the Portobelo National Park. You don’t “head off in to the jungle”. You live next to it!

Just over on Linton Island there are spider monkeys who keep the tourists entertained by hanging from the trees and stealing anything they can reach. The surrounding jungle is also full of howler monkeys. We haven’t seen them but hear them all the time. The local dogs start barking which sets the monkeys off howling which drives the dogs to bark insanely which drives the monkeys wild which … You get the picture.

Panama jungle life

Walking down the road we thought we saw a spider monkey but on closer inspection it turned out to be a sloth hanging happily upside down and chewing away at the leaves. The next creature we mistook for a monkey was a variegated squirrel with its huge bushy tail hanging down.

The flowers are full of huge brightly colored butterflies which are definitely much larger than the tiny humming bird we saw flitting from flower to flower this afternoon.

There are also caiman, crocodiles and poisonous snakes here but we have managed to avoid all three.

All photos are from Wikipedia and licensed under the Creative Commons license.

San Blas Inseln mit Annalena und Daniel

Als wir im August in Nesselwang waren, haben Annalena und Daniel gesagt, dass sie uns im November besuchen kommen wollen. 😀Grob wurde das “Zielgebiet” gesichtet und die San Blas Inseln bei Panama auserkoren. Wir nahmen die beiden in Port Linton an Bord,  nachdem sie mit dem Taxi eine abenteuerliche Nachtfahrt hinter sich gebracht hatten. Port Linton ist wirklich eine deutsche Kolonie mit einem deutschen Segel Macher und ihr werdet es nicht glauben sogar einem Allgäuer. Guido ist vor ca. 30 Jahren von Füssen in die Welt gezogen und hier in Panama hängen geblieben.  😆Nach Proviant Aufstockung und a bissl Touristen Zeug – wie z.B. Fort anschauen und lokale Gerichte genießen stachen wir in See. Alle unsere Ratgeber meinten, dass wir den ersten Halt in Chichime einer der ca. 365 mehr oder weniger Inseln der San Blas Inseln🌴 machen sollten. Als wir ins Anker Feld einfuhren, erkannten wir gleich einen alten Bekannten Delfin einen Argentinier, den wir aus Antigua kennen. Er kam auf einen Kaffee vorbei und da er zur Zeit Strohwittwer ist vereinbarten wir ein gemeinsames Abendessen; er besorgte und zerlegte den Hummer und gemeinsam bereiteten wir ihn zu Mmmm soooo gut!!! Für Annalena und Daniel wars das 1. Mal dass Sie Hummer probiert haben (Falschmeldung – Daniel hatte schon mal probiert) und auch Sie waren voll begeistert. Die nächsten Tage machten wir an verschiedenen Ankerplätzen halt und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit der Inseln, kein Handy, kein TV, kein Internet oder sonstiges einfach Urlaub.⛵🏊🏖️☀️

Einmal machten wir einen “Stadtbummel” in Nargana, einer Kuna Stadt, die in etwa die Größe eines besseren Dorfes bei uns hat, wo wir “nicht Spanisch sprechenden Menschen” Obst und Gemüse kauften – mit Händen und Füßen kommt man auch ans Ziel.  Am nächsten Tag erkundeten wir mit dem Dinghy einen Fluss, fanden aber leider oder Gott sein Dank kein Krokodil (obwohl es hier wohl welche geben soll). Wir genossen die Zeit zum Spielen, ratschen, schwimmen, schnorcheln, segeln oder einfach zum lesen und faul sein.  Hier in Panama ist gerade Regenzeit und ich hätte es mir niemals träumen lassen, wie viel Wasser da vom Himmel fällt,🌧️🌧️🌧️ denn wenn du meinst jetzt ist Schluss kommt nochmal soviel hinter her. Unser Bimini ist zum großen Wasserfänger geworden – auch wenn ich manchmal nachts aufstehen muß und Wasser abschöpfen, damit es nicht reißt. Aber für die “weißen” Allgäuer war der Regen und der bewölkte Himmel ein totaler Segen, denn bei durchschnittlich 28 Grad wars trotzdem warm und sonnig genug ☀️☀️☀️

Annalena hatte sich schon auf enthaltsame und einseitige Mahlzeiten eingestellt, denn ein Freund erzählte ihr, dass es in Panama ganz viel Bohnen gibt. 😩😩Aber unser Bord Restaurant hat auch die Beiden – glaub ich – ganz zufrieden gestellt und so gab’s keine Bohnen – die mag I o it 😏- dafür frisches Brot und vieles mehr. Nach 10 Tagen einsamen Stränden, Sandfliegen und anderen Blutsaugern, die es ganz besonders auf Annalena abgesehen hatten😠😩 – machten wir uns am 9.11. auf den Rückweg nach Port Linton, damit Sie am Montag ihren Flug zurück ins kalte Deutschland antreten können. Zum Abschied bekamen die zwei dann noch eine “Delfinschau”🐬 eine riesige Schule – von Baby bis zum riesigen Delfin –  schwammen , sprangen und begleiteten uns auf unserem Weg. Diese Tiere verströmen einfach ein unglaubliches Glücksgefühl selbst wenn du sie schon oft und lange gesehen hast werden sie niemals langweilig oder fad.😊😊

San Blas Islands

Annalena and Daniel flew to Panama to meet us for two weeks holiday. And where better to spend a two week holiday than in the San Blas Islands? These are an archipelago of low lieing palm islands where the coral reef rises above the surrounding sea. No two sources agree on the number of islands but it may be about four hundred- or more. It really depends on how you define an island – at least one grass hut, or at least one palm tree or a rock with crabs on?

The whole area is a maze of coral reefs. The pelican may fly a mile but we need to weave between the reefs with an eye on the depth gauge and at least two eyes at the bow spotting the coral. The direct route is a guarantee that you join the wrecks that litter the area.

The local Kuna people live in bamboo and palm huts and still use dugout canoes to travel and fish. If the wind is blowing in the correct direction, they hoist small sails and lean far out upwind using their single paddle to steer, Vincent paddled out to us to swap some of his limes for our sugar and then charge us the village anchoring fee of ten dollars for a month,

It is very surreal when you anchor behind a reef in totally flat water but with the sight and sound of the swell breaking nearby. And when a sail driven dugout passes you from palm island to palm island, you know this is some where special.

At the west end of the archipelago there is tourism but as we sailed further east it became more lonely. When we visited the twin towns of Nargana and Corazón de Jesús there was no sign that tourism plays any part in their economy. The two towns each cover their respective island and are joined by a footbridge. Here we saw schools, shops, a court house and churches. After over a week out in the islands we felt we had arrived in the big city.

Our guests only had two weeks holiday so we returned to Port Linton with only a tiny part of the islands explored but with beautiful memories and a hand sewn picture bought off a passing canoe.

Sailing – One step forward and two steps back

The weather forecast was for light winds from all directions so less than optimal sailing conditions. The pilot charts forecast a 0.7 knot current against us just to add to the challenge. But, being becalmed at sea still sounded nice when compared to being eaten by mosquitos and no-see-ums in the rainy season at the swampy Puerto Velero Marina.

So we left at seven in the morning from Columbia, heading for Panama.

The weather forecast was correct but the current was one to one and a half knots and always against us. At least the wind really did constantly change direction so we could use the shifts to make ground in the correct direction.

Heidi freeing a line as we head in to the wind

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Segel setzen oder nicht oder ändern ???

Man könnte auch sagen – Roulette spielen hat Ähnlichkeiten mit segeln, als wir uns am Freitag den 18.10. auf den Weg von Kolumbien nach Panama machten, denn dort kommt uns Neills Sohn Daniel mit seiner Freundin Anna-Lena besuchen, waren die Wetter– bzw. Windvorhersagen mau.😲 Für Freitag war guter Wind in Richtung Panama und die darauf folgenden Tage wechselhaft angesagt. Doch könnte vielleicht irgend jemand dem Wind mal die Vorhersage zeigen und ihm mitteilen, was er zu tun hat😩😩; wir haben schon extra viel Zeit eingeplant für diese Passage von ca. 300 Nautikel Miles doch dass wir an manchen Tagen keine 50 Nm schaffen war uns neu. Ich kann euch sagen, dass ich auf keiner bisherigen Passage soviel die Segel gewechselt hab wie auf dieser; wir starten bei guten Windverhältnissen mit dem Genoa (Vorsegel) und dem Hauptsegel, dann wenig Wind umbauen Parasailor, Null Wind gar kein Segel und dann oft wieder von vorne 🙈🙈 so geht’s seit vier Tagen und manchmal zweifeln wir – ich ja weniger aber Neill – an seinen seglerischen Fähigkeiten. Ach übrigens für alle Nichtsegler – Segeln ist wirklich Sport!!! Was euch meine Oberarme bestätigen können💪💪 denn manchmal hab ich das Gefühl ein kleiner Popeye zu sein.

Bevor wir los segeln wird eine Reiseroute am Computer erstellt, Weg Punkte gesetzt und dann siehst und weißt du wie weit es ist bis zum Ziel ist, das Programm ist so schlau, dass es auch berechnet, wie lange du dafür unterwegs sein wirst bei deiner momentanen Reisegeschwindigkeit😀😀. Eher zum weinen ist dir dann, wenn du bei Null Wind in die Richtung driftest aus der du gerade kommst – das Bild dass ihr hier seht (die gelbe Linie), ist kein EKG Diagramm oder sowas nein, eigentlich sollte es eine mehr oder weniger gerade Linie sein, wo wir segeln doch ihr wisst ja der Wind der Wind das himmlische Kind macht was er will🙄😩.

Auch die unserem GPS Traker verfolgen möchte ich sagen, dass wir nicht voll betrunken durch die Gegend segeln 🙃🙃 auch wenn es auf der Route so aussieht (Vorwärts, Rückwärts, nach oben oder nach unten). Doch am aller besten ist, dass es hier auf dem Meer keine Moskitos oder sonstige “Vampire” gibt 😀😀

Nach 7 Tagen und 394 Nautikel Miles (laut unserer Routenplanung sollten es 284 Nm sein) sind wir doch am 25.10, in Port Linton angekommen; in dieser Zeit sind wir 96 Nm mit dem Motor gefahren was in etwa 18 Stunden entspricht. 😀😁

Ach und unsere Freunde die Schwalben bleiben uns auch treu jeden Tag haben wir mindestens einen Mitreisenden dabei – mich würd nur interessieren, warum unser Boot so attraktiv ist.🙄😆

Anchor or marina?

At anchor off a sandy white beach floating on aquamarine blue water as the sun sets in a fire of red. That is the way to end a beautiful day sailing.

Or you can ruin the day by berthing in a marina!

at anchor in Panama

If you plan on spending the night in a marina then it would be sensible to contact them to ensure there is space available. Many ignore emails. Others answer with standard text that ignores your request. Once you are within radio range, you can call them on the VHF radio. Mostly they ignore this as well but some answer and a few understand English.

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Columbia formalities

This post is aimed at those intending to follow us by boat to Columbia. It explains the way we experienced the formalities here. Talking to other sailors we meet here, it would appear that there is no standard system and the time line varies enormously.

On approaching the port of Santa Marta, we called port control on Channel 16 and were asked about previous port, number of people on board, registry, etc. All in English and all professional. We then called the marina who ignored us. Port control obviously heard as they called the marina and told them who we were and that we were coming in fast Spanish.

We arrived at the Marina Santa Marta who acted as our agents for clearing. They asked all the standard questions and gave us a few forms to fill out. This was Friday but by the end of the day we had immigration stamps in our passports without seeing any officials.

During the weekend nothing happened but on Monday there were lots more forms to sign. They were all in Spanish and all filled out. By Friday (seven days after arriving) we had a temporary import permit for the boat. On Wednesday we had applied to clear out of Santa Marta – you have to clear in to and out of every port – and that was also there on Friday so we were clear to continue. We paid about €30 for all the work and forms.

Leaving Santa Marta, we once again called port control who were friendly and spoke English.

Arriving off Barraquilla we called their port control about ten times but never got an answer. We didn’t feel discriminated against. Both port control and the pilot were ignoring most calls. As we anchored in the bay at Puerto Velero we were met by the navy coastal patrol who asked if we had reported to port control. We explained that we would love to but they were ignoring us. Turned out their radio was defective so we should call them by phone.

Marina Puerto Velero took copies of all our papers and cleared us in with the Baranquilla port captain. They also did all the paperwork to clear us out of the country. For this they charged us not a lot but I am no longer sure of the actual price as it was included in the marina bill.

Finally we had to take the eight o’clock (only) bus to Baranquilla to get an exit stamp from immigration. Then wait for the four o’clock (only) bus back which was an hour late. The marina organised an appointment for us at eleven but the officer didn’t look overly busy.

So tomorrow we can officially leave for Panama.

Cartagena

Wir sind nach Cartagena oder auch genannt die “Perle Kolumbiens” gereist – zwar nicht mit dem Boot, denn das An- und Abmelden bei dem jeweiligen Hafen Kapitän ist hier in Kolumbien etwas Zeitintensiv und vor allem Nerven aufreibend , sondern wir sind von Puerto Velero mit dem Bus dort hin gefahren.

Nach fast zwei Stunden Busfahrt – Gott sei Dank im klimatisierten Bus – erreichten wir Cartagena. Diese Stadt hat eine unglaublich schöne Altstadt und gegenüber einen neuen Teil genannt Bocagrande mit einer Skyline wie San Francisco oder einer anderen Großstadt mit Hochhäusern. Natürlich war unser erster Weg nach Bocagrande um unsere Daten für unsere Handys wieder aufzuladen, anschließend tauchten wir in den Strom der anderen 25 oder vielleicht auch 25000 Touristen 🙈🙈🙈 ein und erkundeten die Altstadt. Hier gibt es wunderschöne kleine Gassen und die Häuser sind sehr bunt und mit viele kleinen Details wie z.B. Türklopfern ausgestattet. Manchmal sind die Verkäufer von Hüten, Schmuck oder sonstigen “Souvenirs” einfach nur lästig – aber wir fanden eine kleine gemütliche Gasse zum Cappuccino trinken mit eigenem Ventilator und ohne lästige Verkäufer.

Die Catedrale sowie die Stadtmauer und die Festung sind massiv und sehr imposant; am Abend machten wir uns dann nach Getsemani einem Stadtteil der Künstler und Straßenmusikern auf. 😊😊Auf dem Plaza de la Trinidad wurden wir von Vorstellungen eines “Michael Jackson” mit “Thriller”, Streetdancern und einem Jongleur – der noch ein bisschen üben muss😲😲 – unterhalten, wir stillten unseren Hunger mit gegrillten Arepas und genossen ein Bier aus der Dose. Plötzlich hörten wir Trommeln – ich kam mir vor wie in Wertach beim Faschingsumzug – wir folgten ihnen und entdeckten eine Trommlergruppe mit einer kulumbianischen Tänzerin richtig cool😀. Nach einem gefühlten Marathonlauf oder bestimmt 20 km rumlaufen in der Stadt -genossen wir unser Hotel, unbegrenzt fließendes warmes Wasser und einen kleinen Swimmingpool. Am nächsten Tag schlenderten wir noch einmal durch die Straßen und machten uns dann wieder auf den Rückweg.